DAS LICHTLEXIKON.
Wissen in Stichworten.

 

A   Ausfallrate, Ausstrahlwinkel

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Ausfallrate
Die Ausfallrate besagt, wie viel Prozent der installierten Leuchten während der angegebenen Lebensdauer ausfallen dürfen.

Ausstrahlwinkel (Beam angle)
Dies ist der geometrische Winkel, der sich aus dem Brennpunkt des Umgangssprachlich wird der Ausstrahlwinkel (Beam angle) mit dem Begriff Halbwertswinkel gleichgesetzt

B   Beleuchtungsstärke, Bestückungsklasse, binning, black body

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Beleuchtungsstärke
Die Beleuchtungsstärke E ist eine lichttechnische Größe. Sie gibt in der Maßeinheit Lux (lx) den Lichtstrom (Lumen output) an, der von einer Lichtquelle auf eine bestimmte Fläche trifft: E beträgt ein Lux, wenn der Lichtstrom (Lumen output) von einem Lumen einen Quadratmeter Fläche gleichmäßig ausleuchtet.

Bestückungsklasse
Die Bestückungsklasse bezeichnet eine Spanne, in der sich der Lampenlichtstrom bewegt.

binning
Bei der industriellen Produktion von LED-Chips kommt es bei der Fertigung immer zu Abweichungen: Die lichttechnischen Eigenschaften variieren zum Beispiel in Farbe und Leuchtkraft. Damit eine konstante Lichtqualität mit gleichem Helligkeitsniveau und einheitlicher Lichtfarbe gewährleistet ist, werden die LEDs sortiert. Sie werden in sogenannte Bins (englisch, „Behälter“) eingeteilt. Dieser Binning-Prozess ist speziell bei weißen LEDs von großer Bedeutung.

black body
Der Black Body, zu Deutsch „schwarzer Körper“, ist eine idealisierte thermische Strahlungsquelle. Solch ein Körper absorbiert auftreffende elektromagnetische Strahlung jeglicher Wellenlänge vollständig und sendet die aufgenommene Energie als elektromagnetische Strahlung mit einem charakteristischen, nur von der Temperatur abhängigen Spektrum wieder aus. Diese Körper werden verwendet, um verschiedenste Strahlungen zu berechnen, z. B. Licht.

C   CE, CIE-Farbraum, cob

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CE
Mit dem Zeichen „CE“ (Conseil de l’Europe) auf einem Produkt oder einer Verpackung dokumentiert der Hersteller in Eigenverantwortung, dass seine Produkte den Anforderungen bestimmter Richtlinien der Europäischen Union entsprechen. Das CE-Symbol ist kein Sicherheitsprüfzeichen wie das VDE-, das ENEC- oder das GS-Zeichen. Es richtet sich nicht an Verbraucher, sondern an die Behörden, die für die Überwachung dieser EU-Richtlinien zuständig sind. Ein ausschließlich mit dem CE-Symbol gekennzeichnetes Erzeugnis wurde also von keiner anerkannten unabhängigen Prüfstelle getestet.

CIE-Farbraum
Dieser Farbraum wurde von der internationalen Beleuchtungskommission (CIE – Commission internationale de l’éclairage) erstmalig 1931 definiert und erfasst in einem Koordinatensystem alle wahrnehmbaren Farben. Er berücksichtigt die unterschiedlich starke Wahrnehmung des Menschen von verschiedenen Farben. Die Farben werden in dem Farbraum durch einen x- und einen y-Wert beschrieben.

cob
Die Chip-on-Board-Technologie (Abk.: COB, deutsch „Nacktchipmontage“) ist eine Technologie zur Direktmontage von ungehäusten Halbleiterchips auf Leiterplatten zu einer elektronischen Baugruppe. Heute verwendet man den Begriff COB für alle Baugruppen, die den nackten Halbleiter beinhalten.

D    Die [dai]

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Die [dai]
Englischer Begriff für den einzelnen Halbleiterkristall einer LED.

E    ENEC

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ENEC
ENEC (European Norm Electrical Certification) ist das europäische Sicherheitsprüfzeichen für Leuchten und andere elektrotechnische Produkte. Es wird von neutralen Prüf- und Zertifizierungsinstituten in Europa vergeben, in Deutschland z. B. vom TÜV Rheinland, für den die Prüfstellennummer 24 neben dem ENEC-Zeichen steht.

F    Falschfarbendarstellung, Farbort, Farbtemperatur, Farbwiedergabe, Farbwiedergabeindex

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Falschfarbendarstellung
Die Falschfarbendarstellung in einer Lichtberechnung wird angewendet, um die verschiedenen Beleuchtungsstärken auf den jeweiligen Möbeln und Flächen zu verdeutlichen. Durch die Darstellung der Szene mit plakativen Farben erkennt man differenziert die feinen Nuancen der Beleuchtung auf Mobiliar, Waren sowie Warenträger und Wänden.

Farbort
Der Farbort wird in dem CIE-Farbraum mit einem x- und einem y-Wert beschrieben. Die Werte für x und y liegen jeweils zwischen 0 und 1 und werden üblicherweise bis zur vierten Nachkommastelle angegeben.

Farbtemperatur (Colour temperature)
Die Farbtemperatur ist eine lichttechnische Größe. Sie gibt die Temperatur einer Lichtquelle an, die ein schwarzer Körper haben müsste, damit dessen Licht den gleichen Farbeindruck erweckt. Die Farbtemperatur wird in der Einheit Kelvin (K) angegeben.

Farbwiedergabe (Colour Rendering)
Die Farbwiedergabe einer Lampe beschreibt den Farbeindruck, der durch die Beleuchtung mit dieser Lampe erzeugt wird. Als Referenzlichtquellen mit einem optimalen Farbeindruck gelten die Glühlampe und das Sonnenlicht (Tageslicht).

Farbwiedergabeindex (Colour Rendering Index)
Unter einem Farbwiedergabeindex (Colour Rendering Index) versteht man eine photometrische Größe, mit der sich die Qualität der Farbwiedergabe (Colour Rendering) von Lichtquellen gleicher korrelierter Farbtemperatur (Colour temperature) beschreiben lässt. Der Index wird mithilfe von derzeit 14 Testfarben ermittelt, die durch die DI N 6169 definiert sind. Gängig ist es, den Farbwiedergabeindex mit Ra oder CRI (engl., colour rendering index) anzugeben. Er wird als allgemeiner Farbwiederindex bezeichnet und umfasst den rechnerischen Wert der ersten acht Testfarben, #1 bis #8. Dabei kann man davon ausgehen, dass bei Lampen mit einem Ra > 90 eine sehr gute Farbwiedergabe gegeben ist.

K    Kegeldiagramm

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Kegeldiagramm
Das Kegeldiagramm stellt in grafischer Form die Beleuchtungsstärke in verschiedenen Abständen dar.

L    Lampenleistung, Lampenlichtstrom, Lebensdauer, LED, Leistungsaufnahme, Leuchtdichte, Leuchtenbetriebswirkungsgrad, Lampeneffizienz, Lichtstärke, Lichtstrom, Lichstromrückgang, Lichtverteilungskurve, Lumen, Lux

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Lampenleistung (Lamp power)
Die Lampenleistung (Lamp power) wird in Watt angegeben und gibt lediglich an, wie viel Energie die einzelne Lampe oder die einzelne LED verbraucht. Dagegen beschreibt die Systemleistung (System performance) den Energieverbrauch der gesamten Leuchte.

Lampenlichtstrom
Dieser Wert bezeichnet den von der Lampe oder LED abgestrahlten Lichtstrom.

Lebensdauer
Die Lebensdauer gibt an, nach welchem Zeitraum die definierte Anzahl der Lampen einer Beleuchtungsanlage ausgefallen sind und/oder eine definierte Menge Lampen einen angegebenen Lichtstromrückgang überschritten haben. Bei Betrachtung einer mittleren Lebensdauer wären also 50 % der Lampen ausgefallen. Die Lebensdauer von Lampen ist kein absoluter Wert und eignet sich nicht immer zum direkten Vergleich, da sie von verschiedenen Faktoren wie der Schalthäufigkeit oder sogar der Temperatur abhängen kann.

LED
LED ist die Abkürzung von Light Emitting Diode, also lichtemittierende Diode. Eine LED ist eine Diode, also ein Halbleiterbauelement, das in Durchlassrichtung Strahlung abgibt. Die Wellenlänge und damit auch die Farbe sind vom verwendeten Halbleitermaterial abhängig.

Leistungsaufnahme
Die Leistungsaufnahme beschreibt in der Lichttechnik die von einem Vorschaltgerät oder einer Lampe aufgenommene elektrische Leistung in der Einheit Watt (W).

Leuchtdichte
Mit der Leuchtdichte (L) wird der von einer beleuchteten oder leuchtenden Fläche ausgehende Helligkeitseindruck beschrieben. Die Leuchtdichte wird in Candela pro Quadratmeter (cd/m2) angegeben.

Leuchtenbetriebswirkungsgrad
Der Leuchtenbetriebswirkungsgrad beschreibt den prozentualen Anteil des austretenden Lichts im Verhältnis zu dem Licht, das direkt aus dem Leuchtmittel tritt. Er wird durch eine nicht optimale Betriebstemperatur und einen schlechten Reflexionsgrad des Reflektors beeinflusst.

Lampeneffizienz
Mit Lampeneffizienz wird der Wirkungsgrad einer Lampe beschrieben. Die Angabe erfolgt im Verhältnis von Lumen/Watt und beschreibt wie viel der eingebrachten Energie in Licht umgesetzt wird. Je höher dieses Verhältnis ist, desto effizienter ist die Lampe.

Lichtstärke
Die Lichtstärke (l) ist das Maß für den pro Raumwinkel abgegebenen Lichtstrom einer Lichtquelle. Sie wird in Candela (cd) gemessen.

Lichtstrom (Lumen output)
Der Lichtstrom ist die gesamte Strahlungsleistung einer Lichtquelle. Durch ihn wird die von der Lichtquelle in alle Richtungen abgestrahlte Leistung beschrieben. Die Messung erfolgt in Lumen (lm).

Lichstromrückgang
Der Lichtstromrückgang beschreibt das Abnehmen der Beleuchtungsstärke, bedingt durch die Alterung des Halbleitermaterials, sowie Veränderungen der äußeren Einflüsse (z. B. Umgebungstemperatur).

lichtverteilungskurve
Die Lichtverteilungskurve beschreibt die räumliche Verteilung des Lichts. Form und Symmetrie der Lichtverteilungskurve kennzeichnen tief und breit strahlende bzw. symmetrisch und asymmetrisch strahlende Leuchten oder Reflektoren.

Lumen
Lumen ist die Einheit des Lichtstroms. Ein Lumen ist der Lichtstrom, der innerhalb eines Einheitswinkels von 1 Steradiant von einer punktförmigen Lichtquelle ausgeht, die eine gleichmäßige Lichtstärke von einem Candela besitzt. Ein Steradiant ist der normierte Einheitswinkel in drei Dimensionen.

Lux
Lux ist die Einheit für die Beleuchtungsstärke, das Einheitenzeichen ist lx. Ein Lux entspricht dem Lichtstrom von einem Lumen auf einem Quadratmeter Fläche: 1 lx = 1 lm/m².

M    MacAdam-Ellipse

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MacAdam-Ellipse
Eine MacAdam-Ellipse umschreibt jenen Bereich, in dem Farborte in Bezug auf einen im Zentrum der Ellipse liegenden Bezugsfarbort als gleichfarbig wahrgenommen werden.

P    Phosporkonversionsschicht, Planck´sche kurve

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Phosporkonversionsschicht
In dieser Schicht wird das blaue kurzwellige Licht einer LED in langwelliges Licht umgewandelt. So kann ein nahezu kontinuierliches Spektrum von cyanfarbenen, grünen, gelben bis roten Wellenlängen erzeugt werden. In Verbindung mit dem in geringen Anteilen durchscheinenden Blauanteil wird auf diese Weise weißes Licht mit einer LED erzeugt. Der einzelne LED-Chip (Die) ist, bedingt durch den physikalischen Prozess im Innern des LED-Kristalls, aus sich heraus nicht in der Lage, weißes Licht auszusenden. Durch eine unterschiedliche Zusammensetzung der Konversionsschicht und damit verbunden eine unterschiedlich starke Umwandlung in die einzelnen Farben kann weißes Licht in verschiedenen Farbtemperaturen erzeugt werden.

planck´sche kurve
Die Planck’sche Kurve wird meistens im CIE-Farbraum dargestellt. Sie beschreibt eine gedachte Aneinanderreihung von Farborten, die das Licht eines schwarzen Körpers, das er bei zunehmender Erhitzung aussenden würde (z. B. von 1000 K bis 10000 K), innerhalb des CIE-Farbraums einnimmt.

R    Raumwinkel, Reflexionsgrad

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Raumwinkel
Der Raumwinkel wird in Steradiant (sr) angegeben. Der Wert des Raumwinkels beschreibt das Verhältnis zwischen dem Radius und der durch den Winkel beschriebene Oberfläche einer Einheitskugel. Hat eine Kugel einen Radius von 1 m, so umschließt ein Steradiant eine Kugeloberfläche von 1 m².

Reflexionsgrad
Der Reflexionsgrad gibt an, wie viel Prozent des auf eine Fläche fallenden Lichtstroms reflektiert werden. Helle Flächen haben einen hohen Reflexionsgrad, dunkle einen niedrigen.

S    Systemleistung, Systemlichtstrom

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Systemleistung (System performance)
Die Systemleistung P ist eine elektrische Größe, gemessen in Watt (W). Sie setzt sich aus den einzelnen Leistungsaufnahmen aller elektrischen Komponenten einer Leuchte zusammen, z. B. Leuchtmittel, Vorschaltgerät, Spulen etc.

Systemlichtstrom (system luminous flux)
Dieser Wert bezeichnet den von der gesamten Leuchte bzw. vom ganzen System abgestrahlten Lichtstrom. Im Gegensatz zum Lampenlichtstrom entspricht der Systemlichtstrom dem tatsächlich auf die zu beleuchtende Fläche treffenden Lichtstrom. Ermittelt wird er aus der Multiplikation des gemessenen Lampenlichtstroms mit dem Leuchtenbetriebswirkungsgrad.

Z    Zhaga

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Zhaga
Zhaga ist ein überbetriebliches, industrieweites Konsortium, das an der Entwicklung von Standardspezifikationen für die Schnittstellen von LED-Modulen arbeitet. Das Ziel der Kooperation besteht darin, LED-Lichtquellen, die in verschiedenen Unternehmen hergestellt werden, austauschbar zu machen.